Der Abriss

Am Montag begannen nun die eigentlichen Abrissarbeiten unserer alten Festhalle. Ein Bagger arbeitete sich von der Bühne ausgehend auf der Poststraßenseite schrittweise voran, indem er zunächst einen kleinen Teil der Seitenwand einriss und dann sukzessive die Holzkonstruktion des Daches zerlegte. Die Holztrümmer wurden fein säuberlich auf einem Haufen abgelegt und die Metallteile auf einem anderen. Dabei half dem Baggerfahrer ein weiterer Mitarbeiter, der die „Feinarbeit“ bei der Sortierung erledigte, d.h. die noch miteinander verbundenen Holz- und Metallteile voneinander trennte und auf die jeweiligen Haufen verteilte.

Anschließend wurde mit der Baggerschaufel zunächst Stück für Stück die Bühnenwand abgetragen und aus den auseinanderfallenden Steinen eine Plattform geschaffen, auf der sich der Bagger mit seinen großen Raupen recht gut bewegen konnte. Jetzt konnte auch der erste der großen Stützpfeiler, die die Halle getragen hatten, in Angriff genommen werden und es dauerte nicht lange, bis diese Stütze sich der hydraulischen Kraft des Baggers beugen musste.

Groß und Klein strömten herbei, um zuzusehen, wie der Bagger sein Zerstörungswerk verrichtete. Bewundern mussten alle, mit welchem Geschick der Baggerfahrer zu Werke ging und mit seinen groben Schaufeln eine mitunter doch sehr filigrane Arbeit erledigte. Manch Klasse versäumte den anstehenden Unterrichtsbeginn für ein paar Minuten, weil sie hautnah miterleben wollten, wie unsere alte Festhalle langsam verschwindet.

Inzwischen stehen nur noch die Fundamente und das Kellergeschoss, und es wird nicht mehr lange dauern, bis von der alten Festhalle nichts mehr zu sehen sein wird.

 

Für den Vorstand, Christoph Küchel

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